Regalbrett des Ruhms 2016: Beste Bücher

Von den insgesamt fünfundzwanzig Büchern, die ich 2016 gelesen habe, präsentiere ich euch hier diejenigen, die meiner Meinung nach die fünf Plätze der besten Romane belegen.


Fünfter Platz: „Guards! Guards!“ und „Wyrd Sisters“ von Terry Pratchett

 

Zwei Scheibenweltromane teilen sich diesen Platz, die beide etwa auf Augenhöhe sind. Sie teilen sich auch die Qualitäten: eine ausgewogene Mischung aus Ernst und satirischem Humor, die ich so sehr an der gesamten Reihe schätze, überzeugende Protagonisten, die Scheibenwelt als gigantischer Bonus und einige buchspezifische Besonderheiten.

 

Rezensionen: „Guards! Guards“, „Wyrd Sisters


Vierter Platz: „Jonathan Strange & Mr. Norrell“ von Susanne Clarke

 

2016 stand für mich ein wenig unter dem Zeichen der alternativen Historien mit Magie. Den Anfang dieser Tendenz hat dieser Roman gemacht, der mit seiner Seitenmonstrosität ein England des achtzehnten Jahrhunderts behandelt, in dem seit langer Zeit die ersten zwei praktizierende Zauberer auftauchen und die Gesellschaft aufmischen. Im gesamten Roman sind Details und Hinweise verstreut, die zusammen mit dem angenehmen Schreibstil und der interessanten Handlung einiges her machen. Abzüge hat es für die unausgewogenen Antagonisten und für die unerklärte Magie gegeben, aber ich bereue die Entscheidung, dieses Seitenmonster gelesen zu haben, gewiss nicht.

 

 

Rezension: „Jonathan Strange & Mr. Norrell


Dritter Platz: „Die Glasbrecherin“ von Irene Euler

 

Der einzige selbstveröffentlichte Roman, der es in diese Liste geschafft hat – was ich etwas schade finde. Was genau mir an diesem High-Fantasy-Roman so gut gefällt habe, ich bereits bei den Sternenjägern 2016 ausführlich erklärt, aber hier ist die Kurzversion: Die Charaktere sind gut durchdacht, die Welt interessant, die Handlung weist ohne epische Kämpfe eine gewisse Spannung auf, mit der Liebesgeschichte beziehungsweise der Liebe selbst wird ausgesprochen unkitschig umgegangen und damit ist das größte Problem des Buches eindeutig die Orthographie. (Ernsthaft, so ein Korrektorat kann Wunder bewirken.)

Auch so würde ich aber behaupten: eine verdiente Bronzemedaille.

 

 

Rezension: Kurzfassung // Mammutversion


Zweiter Platz: „Moving Pictures“ von Terry Pratchett

 

Der dritte Scheibenweltroman auf dieser Liste und zugleich derjenige, der mir mit einer Ausnahme von der gesamten Reihe (bisher) am besten gefällt. Hier nimmt sich Terry Pratchett des Themas des Films an und parodiert bei der Gelegenheit auch gleich entsprechende Klassiker. Für die Höchstwertung hat mir noch ein bisschen was gefehlt, aber abgesehen von diesem schwer greifbaren Wow-Effekt habe ich praktisch nichts an diesem Buch auszusetzen.

 

 

Rezension: „Moving Pictures


Erster Platz: „American Gods“ von Neil Gaiman

 

Wie der Goldplatz bereits vermuten lässt, handelt es sich hierbei um mein Jahreshighlight 2016. Das Bisschen, das dem Silberkonkurrent gefehlt hat, habe ich hier gefunden. Freilich gab es einige Fehlerchen oder auch mal etwas größere Probleme, aber diese Minuspunkte wurden praktisch erdrückt von dem großen Haufen Pluspunkte, die mir während des Lesens aufgefallen sind. Wenn ich mir so überlege, dass die Themen Götter, Religion und Glaube es bei mir als zentrale Thematiken in der Belletristik besonders schwer haben, ist diese Tatsache noch einmal erstaunlicher.

 

 

Rezension: „American Gods


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