Monatsfortschritt: Mai 2017

Diesen Monat hat sich eine meiner Lieblingshypothesen bestätigt: Wenn ich das Schreiben zu meiner Priorität mache, geht es ordentlich voran. Zumal ich schon lange nicht mehr mit so viel Begeisterung an ein Projekt gegangen bin – und gleich ein neues für den Blog ins Leben gerufen habe.

Dieser Schreiberfolg beträgt rund 40.000 Wörter. Wären sie A.p. zugute gekommen, wäre dieser Roman wohl schon oder bald fertig geschrieben, aber stattdessen habe ich ein neues Projekt begonnen, das das Kürzel P.p. trägt. Nicht verwechseln – zwei vollkommen unterschiedliche Dinge. Vielleicht sollte ich mal erklären, wie ich zu diesen Namen komme. Hm.

Bei P.p. – ein Fantasyroman und kein Teil einer Reihe – bin ich mir aber noch unsicher, ob ich ihn veröffentlichen werde. Manchmal lese ich mir das durch, was ich bisher habe, und denke mir: Nach einer vernünftigen Überarbeitung ist’s sicher nicht schlechter als die „Wellenflügel“-Reihe. Dann wiederum fabriziere ich in der Hitze des Gefechts Szenen, die mich am vorherigen Gedanken zweifeln lassen.

Es steht also noch in den Sternen – momentan übrigens unter guten –, aber Freude bereitet mir das Schreiben allemal. Es ist auch schon einige Zeit her, dass ich in neun Tagen mehr als ein Drittel eines Typoskripts geschrieben habe …

Am Rande: Die Leser, die darum fürchten, das würde „Wellenflügel“ die Zweite beeinträchtigen, werden am Ende dieses Satzes erleichtert sein, denn für die Überarbeitung habe ich ein eigenes Zeitfenster eingeplant, nämlich die ersten zwei oder drei Juli-Wochen. Das ist mehr als genug Zeit, um die Feinüberarbeitung zu beenden, und danach geht’s ins Korrektorat, das im Herbst abgeschlossen sein sollte. Dann kann es sich nur noch um Wochen handeln, bis die letzten Korrekturgänge abgeschlossen sind.

 

Der Blog hat, wie in der Einleitung erwähnt, ebenfalls eine neue Reihe bekommen: das Schreibwochenbuch. Der Name ist Programm, es erwarte also niemand große Überraschungen. Ich fasse jeden Sonntag zusammen, wieviel ich an welchen Projekten gearbeitet habe, wieviel weitergegangen ist und füge den ersten und letzten Satz der Woche an, um das Ganze etwas weniger zahlenlastig zu gestalten. Und ich habe mich an einer netten Grafik versucht.

 

Lesetechnisch ist der Mai ebenfalls erstaunlich gut weggekommen. Gelesen wurden rund 1300 Seiten, die zu drei Büchern gehören, wobei zwei davon die beiden abschließenden Teile des „Herrn der Ringe“ sind. Ja, ich habe diesen Schmöker auch endlich gelesen. Die Rezensionen sind wie immer verlinkt.

Bei der Gelegenheit möchte ich noch kurz auf storyhub.de verweisen, das diesen Monat ein Abosystem bekommen hat. Jetzt kann man sich einfach informieren lassen, wenn die StoryHub-Autoren wieder neue Texte hochladen – auf dieser Plattform findet ihr übrigens alle Rezensionen, die keine Selfpublisher betreffen. Wie gesagt. Wollte ich nur mal erwähnt haben.

Damit aber zur Leseübersicht:

Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“ von J.R.R. Tolkien hat mir von der ganzen Reihe am besten gefallen, da ich endlich in die Welt reingekommen bin und die Beziehungen zwischen den Charakteren besser dargestellt sind;

Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs“ von J.R.R. Tolkien ist mir ähnlich vorgekommen wie der erste Teil. Die Kampfvorbereitungen ziehen sich, Sauron hat noch immer keine ersichtliche Motivation und das Ende ist nochmal ein paar Dekaden Seiten zu lang;

Die Töchter des Drachen“ von Wolfgang Hohlbein hat mir bestätigt, dass ich mich von Hohlbein-Romanen fernhalten sollte, denn abgesehen von zwei oder drei Kleinigkeiten, die mir die Auflösung wieder ruiniert hat, wurde hier so ungefähr alles falsch gemacht, das man falsch machen konnte.

 

Im Schnitt hat mein Lesemonat 2,7 Sterne hervorgebracht – also wieder zurück zum alten Trott. Die gute Nachricht: Ich hab vier Scheibenweltromane rumliegen, und wann immer ich eine Auszeit von der schönen neuen Buchwelt brauche, habe ich eine.

 

Damit komme ich zum Plan für den Juni, was neue Blogposts anbelangt. Durch die Schreibwochenbuch-Einträge wird sich die Frequenz hier erhöhen, wobei ich beschlossen habe, keinen Artikel hochzuladen, wenn ich gar nichts geschrieben habe. Hauptsächlich deswegen, weil ich mir das ungemein spannend zum Lesen vorstelle: „Nix weitergegangen. Äh. Hier die Grafik. Drei schöne Nullen, nicht?“ Dementsprechend kann es sein, dass hier mal etwas ausfällt und sich die Einträge dementsprechend verschieben.

 

04.06.  Schreibwochenbuch #2

09.06.  7. Minute: Ergänzungen zur neuen Sterneregelung

11.06.    Schreibwochenbuch #3

15.06.   Kurzfassung: „Der dreizehnte Paladin: Ahren“ von Torsten Weitze, 11. RW

18.06.   Schreibwochenbuch #4

25.06.   Schreibwochenbuch #5

30.06.  Mammutversion: „Der dreizehnte Paladin: Ahren“ von Torsten Weitze, 11. RW

 

Ein ungewöhnlich voller Monat also, und wenn ich das mit dem Schreibwochenbuch auch durchziehe, wird sich das wohl so schnell nicht mehr ändern. Und mein Vorrat an Rezensionen wird bald aufgebraucht sein. Mal sehen, ob ich bis Monatsende ein gut klingendes SP-Buch gefunden habe.

 

Insgesamt ist der Mai äußerst produktiv gewesen, was in erster Linie daran liegt, dass ich meine Zeitplanung ordentlich umgekrempelt und die Prioritäten anders verteilt habe – mal sehen, was der Juni bringen wird.


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