Ein Abschluss, ein Ableger und ein Neubeginn gehen in eine Bar | Schreibjahresausblick 2019

Nachdem ich mit 2018 als Schreibjahr zufrieden bin, ist es an der Zeit, es abzuschließen und sich dem neuen Jahr zu widmen. Im Gegensatz zum letzten Mal möchte ich nicht sehr viel vorausplanen – was auch daran liegt, dass es ein paar Fragezeichen gibt, was die Projektauswahl angeht. Ein paar Dinge möchte ich dennoch ansprechen.

 

Wellenflügel 3

Die Neufassung macht hervorragende Fortschritte – fertig wird sie im Februar werden. Der Jänner ist ausgesprochen vollgestopft, und ich werde zwar versuchen, weiterhin am Schreiben dranzubleiben, aber in diesen ersten Wochen des neuen Jahres wird wohl nur wenig vorangehen.

 

Dafür soll Mitte Februar der ganze Spuk ein Ende haben. Ich bin mir noch nicht sicher, ob die nächste Überarbeitungsphase im März oder im April beginnen wird, aber bis Juni möchte ich mit den zwei Phasen fertig sein, die noch vor dem Korrektorat anstehen. Nach dem Sommer wird es ein wenig Politur brauchen, dann werde ich meine erste Trilogie abschließen. Nach vier Jahren … – Aber das sollte ich mir für das Nachwort aufheben.

 

Bonus-Kurzgeschichte

Ich möchte noch nichts versprechen und nicht zu viel verraten, aber ich hoffe, dass ich bis zum Sommer außerdem eine kleine Kurzgeschichte schreiben kann, die direkt die „Wellenflügel“-Trilogie betrifft und die vielleicht den zwei begeisterten Lesern, die sich die Reihe geangelt hat, eine kleine Freude bereitet.

 

 

Yttrium

Definitiv das Projekt, das nach „Wellenflügel 3“ als nächstes überarbeitet wird. Die Betaleserphase wird noch bis zum Sommer laufen. Wenn der Urahn dann im Korrektorat steckt, weiß ich noch nicht, was ich genau machen werde – aber eine Möglichkeit ist, dass ich mit der Überarbeitung von Yttrium beginne.

Spätestens gegen Herbst wäre das wohl wünschenswert. Es gibt zwar zwischen diesem Roman und den drei Geschwistern keine Handlungsnähe, aber er gehört doch irgendwie dazu, also würde ich ihn gerne ohne Verzögerung ein Jahr nach dem Trilogieabschluss veröffentlichen.

 

 

Die Mammutreihe

Ich habe schon ein wenig im Schreibjahresrückblick darüber geschrieben, aber da das hier der Ausblick ist und es gut hineinpasst, hier noch einmal ausführlicher: Ich möchte an diese Reihe, die derzeit auf fünf Bücher ausgelegt ist, anders herangehen als an „Wellenflügel“.

Ich musste wortwörtlich die Hälfte der Trilogie neu schreiben, weil ich zu viel im zweiten Teil geändert habe, als dass ich den dritten nur ein bisschen ändern musste, damit die Reihe irgendeinen Sinn ergibt. Ich denke, ich habe bei diesen zwei letzten Büchern einiges verbessert, aber es sind teils klaffende Lücken in der Logik übrig geblieben, die sich durch die ganze Trilogie ziehen und mit besserer Planung teilweise vor der Veröffentlichung gefunden worden wären.

Die Mammutreihe soll fast doppelt so viele Bücher umfassen. Ich rechne damit, dass die Pentalogie insgesamt etwa 450.000 Wörter erreichen wird, die alle eine Geschichte erzählen. Das letzte Wort bei meinem Vorgehen ist noch nicht gesprochen, aber derzeit sieht es so aus:

Ich werde den ersten Band Betalesern aussetzen, die mir hoffentlich jede Menge Probleme und Lücken aufzeigen werden, die ich beim Überarbeiten, vor allem aber beim Fortsetzen der Geschichte berücksichtigen kann. Sobald der zweite Teil geschrieben ist, lasse ich auch auf ihn Betaleser los, passe ihn an, passe Probleme, die erst jetzt ersichtlich geworden sind, im ersten Teil an, und setze mich an Band drei. Diesen Prozess wiederhole ich, bis alle Bücher ihre Betaleserrunde hatten, und danach beginne ich mit den restlichen Überarbeitungsschritten.

Im besten Fall könnte das zur Folge haben, dass die Reihe, wenn sie dann mal erscheint, schneller raus ist als „Wellenflügel“. Das würde zwar einiges organisatorisches Jonglieren voraussetzen, aber ich beschreibe hier ja nur ein Best-Case-Szenario.

Vielleicht veröffentliche ich vorher schon kleinere Geschichten aus dem Universum der Mammutreihe, die nur eine Nebenrolle spielen und bei denen ich dementsprechend nicht so viele Plotholes kreieren kann, aber auch hier ist noch nichts zeitlich geplant.

Um es mit einem Wort zu sagen: Nach meiner derzeitigen Planung wird die Mammutreihe von 2028-2030 veröffentlicht werden. Sollte ich wirklich so lange dran bleiben, wird sie ihrem Namen also mehr als gerecht werden.

 

 

Fantasykrimi

Ich überlege, den Spitznamen in „Projekt Distel“ zu ändern, aber abgesehen davon sollte das Ding nächstes Jahr wieder mehr Aufmerksamkeit bekommen. Vielleicht schon Ende Februar, wenn ich ein paar Tage auf Abstand zur Neufassung gehe, um sie neutraler überarbeiten zu können, vielleicht auch erst im Sommer. Ich lasse mich überraschen.

 

Noch ein Projekt

Keine Ahnung, wo ich das noch hineinquetschen soll, aber es hat was mit Farben, einem teils suppressiven politischen System und Telepathie zu tun, unter anderem. Vielleicht wird ja was daraus.

 

 

Schreibziele

Um das Ganze etwas übersichtlicher zu gestalten, und damit ich in einem Jahr etwas habe, auf das ich in meinem Rückblick fokussieren kann, sind hier meine Ziele für das Schreibjahr 2019 – schon wieder ein Jahr um …

1) 100.000 Wörter schreiben. Einfach weil es ein gutes Ziel mit einer schönen Zahl ist. Ich werde wohl die Neufassung noch immer nicht dazuzählen, aber mit dem Fantasykrimi, dem neuen Projekt und vielleicht auch Geschichten aus der Mammutreihe sollten sich die Einhunderttausend schon hinkriegen lassen.

2) „Wellenflügel 3“ beenden und veröffentlichen. Nach so viel Gerede um dieses Projekt sollte der Punkt selbsterklärend sein. Angestrebter Veröffentlichungszeitraum ist derzeit Herbst 2019.

3) Überarbeitung von „Yttrium“ beginnen. Nachdem die Betaleser gefunden sind und ich den Ableger gerne 2020 veröffentlichen würde, möchte ich verhindern, dass es wie bei „Wellenflügel 3“ zu großen Verzögerungen kommt.

 

4) An zumindest einem neuen Projekt weiterschreiben. Auf dass die Geschichten im Embryonalstadium nicht vergessen werden.

 

Um ehrlich zu sein, ich freue mich auf das kommende Jahr. Ich werde meine erste Reihe abschließen, mein drittes Buch veröffentlichen und mich den Geschichten zuwenden, die mich abends wachhalten. Abgesehen von einem sicheren Einkommen ist das eigentlich alles, was ich mir als Autorin wünsche.