Blogjahr 2017: Wenig Grund zum Klagen

Während das Schreibjahr zwar objektiv durchaus von Erfolg durchzogen, subjektiv aber eine gewisse Enttäuschung war, war das Blogjahr 2017 weder besonders positiv noch besonders negativ. Das einzige, das mich etwas stört, ist das Jahresende – da ich da wieder regelmäßiger zu schreiben begonnen habe und gleichzeitig zwei RWs habe ausfallen lassen, war es insgesamt recht autorenlastig. Ursprünglich hatte ich mit meinem Blog eine Balance zwischen Schreibzeug und Lesezeug erreichen wollen, die mir im restlichen Jahr auch gut gelungen ist.

Rezensionsartige Wortkonstrukte

Elf standen planmäßig am Programm, zehn sind es letztlich geworden, da ich im November keinen Roman gelesen habe. Wie auch letztes Jahr werde ich euch meine liebsten SP-Romane im Beitrag „Sternenjäger“ vorstellen, aber hier erstmal ein kurzer Überblick über die neun Kandidaten – neun deswegen, weil ich die Jänner-Rezension („Erellgorh“) bereits im Dezember 2016 gelesen hatte und sie deswegen weder hierzu noch zu den Sternenjägern zähle:

Die Saga der Drachenrüstung“ von Elvira Zeißler, zwei Sterne;

Lichtsturm: Die weiße Festung“ von Mark Lanvall, drei Sterne;

Lichtsturm: Die andere Welt“ von Mark Lanvall, zwei Sterne;

Xerubian: Aath Lan’Tis“ von Andreas Hagemann, zwei Sterne;

Ahren: Der dreizehnte Paladin“ von Torsten Weitze, drei Sterne;

Die Legende von Enyador“ von Mira Valentin, ein Stern;

Pharos: Die Unwandelbaren“ von Laura Labas, zwei Sterne;

Die Ernennung: Der dreizehnte Paladin“ von Torsten Weitze, drei Sterne;

Jenseits der Götter“ von Daniel Krinke, zwei Sterne.

 

Damit komme ich auf durchschnittlich 2,22 Sterne, was ein dezent schlechter Schnitt ist. An der Stelle sollte ich vielleicht noch einmal betonen, dass es mir keine Freude bereitet, schlechte Bücher zu lesen oder Bücher schlecht zu bewerten. Dieses Jahr hatte ich offenbar einfach nur eine schlechte Auswahl zusammengestellt.

Dennoch möchte ich kurz über die Romane sprechen, die mir noch in Erinnerung geblieben sind – und von denen die meisten auch in den drei Bücherlisten am Ende des Monats eine Erwähnung finden werden, zum Guten wie zum Schlechten:

Die Lichtsturm-Reihe war die erste SP-Reihe, die mich zum zweiten Band gelockt hatte. Irgendwo zwischen Low-Fantasy und Historischer Fantasy angesiedelt hat mich der erste Band nicht ganz überzeugen können, woraufhin ich meine Hoffnungen in den zweiten gesetzt hatte, was nicht ganz so aufgegangen ist, wie ich mir das gewünscht hätte. Woran ich mich noch ziemlich gut erinnern kann, ist die nervtötende Liebesgeschichte – ich glaube, die war auch irgendwo unter den drei wichtigsten Gründen, warum ich doch die Finger vom dritten Band gelassen habe.

Xerubian“ gehört zur Humoristischen Fantasy, deren Humor ich persönlich aber leider nur begrenzt teile. Was ich aber positiv in Erinnerung habe, ist die Reaktion Andreas Hagemanns auf meine doch etwas negative Rezension.

Die Legende von Enyador“ ist mir deshalb in Erinnerung geblieben, weil Drachenmenschen aufgrund ihres schwachen Willens wortwörtlich wie Gegenstände behandelt werden, auch von den Protagonisten, und das vollkommen ohne Reflexion des Verhaltens.

Pharos“ zeichnet sich durch interessanten und durchaus gut gelungenen Weltenbau aus, aber eben auch durch eine nervtötend dumme Protagonistin und einen von Blüten durchzogenen Schreibstil, die mich in Kombination trotz des starken Endes vom zweiten Band abhalten.

Jenseits der Götter“ zählt zu einem meiner wenigen Ausflüge in die SF des vergangenen Jahres, und obwohl mir der Roman nicht großartig in Erinnerung geblieben ist, sehe ich ihn noch immer als ein interessantes Gedankenspiel an, das wohl auch etwas abseits üblicher Science-Fiction liegt (wenn ich mich da nicht irre – wie gesagt, so viel Erfahrung habe ich in dem Genre noch nicht).

 

Zu guter Letzt die Paladin-Reihe, die trotz dreier Sterne definitiv zu meinen Favoriten des gesamten Jahres gehört. Dankt die geringe Sternewertung den Grammatikfehlern, denn alles andere ist gut bis sehr gut, und ich freue mich bereits auf die nächsten zwei Bücher, die 2018 erscheinen sollen. Und auf den dritten Band, der seit Weihnachten darauf wartet, gelesen zu werden.

Themenminuten

Versprochen hatte ich, dass ich definitiv fürs erste Quartal 2017 mit Texten dieser Kategorie versorgt bin, und das war ich auch. Insgesamt habe ich sechs Themenminuten veröffentlicht, was ich doch beachtlich finde, dafür, dass ich im letzten Halbjahr so ungefähr gar nicht daran gedacht habe. Beziehungsweise, wenn man es genauer nimmt, ab und zu daran gedacht habe, aber meistens weiß ich nicht, wie ich das Thema ansprechend verpacken soll, und wenn ich es doch versuche, bin ich damit unzufrieden.

Was Texträuber über Leser verraten war die Jännerminute, die sich mit Piraterie auseinandersetzt und dessen Konsequenzen auf den Literaturbetrieb.

Fantasy ist kein One-Way-Ticket für Narrenfreiheit wurde im Februar veröffentlicht und beschäftigt sich damit, dass Fantasy alles andere als ein Genre ist, in dem man sich nicht mit Logik oder dergleichen herumschlagen muss.

Die Notwendigkeit von Cliffhangern enthält ein paar Gedanken darüber, ob einzelne Bücher aus einer Reihe überhaupt ohne Cliffhanger aufhören können.

Warum Leser schlechte Bücher brauchen ist die Aprilminute, deren Titel überraschenderweise Nomen est Omen ist.

Die Ergänzung zur neuen Sterneregelung aus dem Juni erklärt, warum die Sternebilder am Ende der RWs zur Paladin-Reihe einen goldenen Hintergrund haben.

 

Die Vorstellung des neuesten Mitglieds im Verein unüberarbeiteter Rohfassungen stammt aus dem September und stellt euch A.p. ein wenig vor, anlässlich des Abschluss des Manuskripts.

Leseprobe: Angelesen

Hier hatte ich euch eine gewisse Menge an Material versprochen, und ich denke, das Wort, das mein Versprechen am besten beschreibt, lautet „ups“. Die Wahrheit ist: Mir sind einfach nicht mehr wirklich Texte untergekommen, die sich mir für ein LA angeboten hätten, und ich habe auch nicht aktiv danach gesucht. Dementsprechend gab es dieses Jahr nur das eine LA, das ich 2017 um diese Zeit bereits im Visier hatte: „Jax: Warrior Lover“ von Inka Loreen Minden.

 

Erfahrungsberichte BookRix

 

Geplant waren der halbjährige Rückblick für März und der Jahresrückblick für September, und ja, beide sind veröffentlicht. Letzterer mit etwas Verzögerung, was sich aber als durchaus positiv herausgestellt hat, da noch etwas Erwähnenswertes in diesen paar Tagen vorgefallen ist.

Schreibwochenbuch

 

Das neueste Projekt auf diesem Blog, das seit Mai online ist und damit auch schon wieder mehr als sieben Monate auf dem Buckel hat. Sollte das jemandem entgangenen sein – es geht darum, mich mittels öffentlichem Druck zum Schreiben zu animieren, indem ich meine Schreibfortschritte öffentlich mache. Zusammen mit wöchentlichen Schreibzielen hat es so halbwegs funktioniert – dass ich mit meiner Schreibquantität dieses Jahr überhaupt nicht zufrieden war, habe ich bereits im letzten Beitrag ausgeführt, aber das Schreibwochenbuch war definitiv ein Anreiz dafür, dass ich überhaupt drangeblieben bin.

 

Also ja – kein besonders niederschmetterndes Jahr. Die meisten meiner Ziele habe ich erreicht oder fast erreicht und abgesehen davon, dass in den letzten zwei Monaten sehr wenig Leserelevantes veröffentlicht wurde, bin ich mit dem Blogjahr 2017 überwiegend zufrieden.