Dieser Text schließt an meine vorherigen Erfahrungen an und setzt sich mit den Neuerungen auseinander, die in den ersten sechs Monaten erkennbar geworden sind. Sofern nicht bereits „Ein Jahr BookRix“ auf meiner Webseite zu finden ist, ist dies die aktuelle Version mit einer vollständigen Pro-/Contraliste am Ende.

 

Seit dem Dezember 2016 bietet BookRix neue Vertriebskanäle an, darunter in erster Linie Plattformen, die Bücher verleihen oder sie an Bibliotheken verkaufen. Diesen Dienst habe ich im Jänner 2017 in Anspruch genommen und kann mich bisher nicht beschweren – soweit ich das mitbekommen habe, wurden die Daten so, wie sie sein sollten, den jeweiligen Plattformen mitgeteilt und diese haben dann darüber entschieden, ob sie das Buch ins Sortiment aufnehmen.

Dieses Zuschalten der Vertriebskanäle bedurfte einer Änderung der Einstellungen zum E-Book, die wiederum eine Freigabe von BookRix erforderte. Diese erhielt ich innerhalb von ein paar Stunden – ich kann also auch hier nicht klagen.

 

Etwas besser gelingt mir das beim von den Shops angegebenen Verkaufsdatum. Erneut: Ich weiß nicht, wer hier was verbockt hat und ob alle Shops Probleme mit den BookRix-Daten haben oder ob BookRix selbst der Urheber des Problems ist, aber im Jänner hat sich das angebliche Veröffentlichungsdatum meines Romans auf den 20.01.17 vorgeschoben. Bei den BookRix-Angaben hingegen steht nach wie vor das richtige Datum.

 

Die Trend- und vorläufigen Daten, die ich bereits im letzten Beitrag angesprochen hatte, sind noch immer recht genau und weisen nur eine geringe Schwankungsbreite auf. Zwar habe ich nach wie vor nur etwa fünf Monate Erfahrung mit diesen gemacht, in denen ich auf die Zahlen geachtet habe, aber ich bin zuversichtlich, dass sich die Fehleranfälligkeit nicht wesentlich erhöhen wird.

Einen Kritikpunkt habe ich jedoch bei der Darstellung des ausstehenden Honorars und wann dieses ausgezahlt wird. Die Problematik ist folgende: Etwa sechs bis acht Wochen nach dem Ende eines Monats werden die vorläufigen Daten endgültig bestätigt. Das ist der Zeitpunkt, zu dem die neu hinzugekommenen Verkäufe sowohl in puncto Honorar als auch in puncto verkaufte Bücher in Zahlen hinzugefügt werden.

Die Auszahlung erfolgt jedoch immer erst drei Monate, also etwa zwölf Wochen, nach dem jeweiligen Monatsende – das Honorar vom Dezember wird Ende März auf die Konten überwiesen, das aus dem Februar Ende April und so weiter. Daraus ergibt sich das Problem, dass die angegebenen Preiswerte nicht mit denen übereinstimmen, die beim nächsten Monatsende überwiesen werden.

Dem kann man zwar mit einer vernünftigen Buchführung entgegenwirken und direkt nach einer Auszahlung ist auch klar, wie viel noch übrig ist und wann es wahrscheinlich ausgezahlt werden wird – gerade aber wenn man für ein paar Euro nicht ständig nachschauen möchte, ob die zwei Euro jetzt aus dem oder dem Monat stammen, ist die Darstellung etwas unübersichtlich.

Die Überweisung des Geldes hingegen funktioniert anstandslos und war in meinem Fall sogar noch vor Monatsende erledigt.

 

Neue Kritik- und Lobübersicht (enthält auch die vorherigen Punkte)

Das ist die aktuelle Version meiner Pros und Contras für/gegen BookRix, bis ich im September die endgültige Bilanz veröffentliche. Zuoberst werden die Dinge genannt, die mir am negativsten aufgefallen sind. Je weiter unten sie sind, desto weniger fallen sie ins Gewicht. Absätze mit einem größeren Einzug haben weniger Relevanz als solche ohne einen. Die positivsten Aspekte werden zuletzt genannt und die ersten Pluspunkte sind die, die für mich am wenigsten wichtig sind. Eingeklammerte Punkte habe ich noch nicht widerlegt, bin mir aber ziemlich sicher, dass ich das bald können werde.

 

- Der Tag der Veröffentlichung lässt sich nicht festlegen, sodass ein voraussehendes Planen wenn nicht unmöglich, dann doch sehr erschwert wird.

- Es gibt erst bei der anschließenden, per E-Mail erhaltenen Kontrollbestätigung einen Hinweis darauf, dass man noch Anschrift/Konto angeben muss und wo diese zu finden sind. Eine automatische Warnung wäre angemessen gewesen.

- Ein Vorverkauf ist meines Wissens nach nicht möglich.

(- So, wie das zurzeit präsentiert wird, bin ich mir nicht sicher, ob Preisaktionen nach der ersten angegebenen möglich sind. Die Zeit wird es zeigen – bis dahin bleibt dieser Punkt auf der Liste.)

- Das ausstehende Honorar und wann wie viel davon ausgezahlt wird ist etwas konfus. Aufgrund der zeitlichen Differenz zwischen dem Hinzufügen der bestätigen Verkaufszahlen und dem tatsächlichen Überweisen des daraus resultierenden Honorars ist die Darstellung immer dann am übersichtlichsten, wenn gerade etwas überwiesen wurde.

- Das Erscheinungsdatum des Buches wird von den Shops nach Ende des Erscheinungsmonats auf den letzten Tag von ebendiesem herabgesetzt – beispielweise wird der neunzehnte September zum dreißigsten September. Ähnliches hat sich am Jahresanfang wiederholt.

- Beim Übertragen eines Word-Dokuments werden einige Zeichen verschluckt und ‚‘ ändern manchmal ihre Formatierung, was einen finalen Kontrollgang dringend nötig macht.

- Kleinere Abzüge gibt es in puncto Einfachheit beim Cover. Durch die Vielzahl an Möglichkeiten, die teilweise ähnlich benannt sind, kann es zu Verwirrungen kommen – die sich aber nach einigen Minuten aufklären lassen.

- Die graphische Darstellung der Trenddaten kennt keinen Wert null, was auf den ersten Blick mehr Verkäufe zu bestätigen scheint, als tatsächlich existieren.

+ Der Verkauf des Buches geht ausgesprochen einfach und ist wohl gerade dann, wenn man mehrere Romane im Angebot hat und regelmäßig welche hinzukommen, gut zu handhaben.

+ Die neuen Vertriebswege (seit Dezember 2016) funktionieren.

+ Die Freigabe der Bearbeitung des Buches (beispielweise Inhalt, Cover, Vertriebskanäle) funktioniert innerhalb weniger Stunden.

+ Die Überweisungen des Honorars funktionieren und werden innerhalb des angegebenen Zeitrahmens getätigt.

+ Die Überprüfung der Formalien und Weiterleitung der Daten an die Händler geschieht innerhalb weniger Tage – in meinem Fall innerhalb von achtundvierzig Stunden.

+ Die vorläufigen Verkaufszahlen sind recht sicher – zumindest den paar Stichproben nach zu urteilen, die mir bisher zur Verfügung stehen.

+ Das Autorendashboard ist übersichtlich und leicht zu bedienen.

+ Die Bedienung ist insgesamt recht einfach. Ein Buch zu erstellen, den Inhalt zu bearbeiten und die Angaben zum Buch ist schnell getan, buggt nicht und ist ausgesprochen übersichtlich gehalten.

+ Die Daten des Buches (beispielweise der Titel und der Untertitel) werden bis auf die oben genannte Ausnahme des Erscheinungsdatums von den Händlern korrekt übernommen.

+ Der Download des Buches als ePub und Mobi ist bereits vor dem Verkauf möglich, sodass man sich ansehen kann, wo genau es noch Probleme gibt und wie es letztlich angezeigt wird.

 

Zusammenfassend liegen die gröbsten Probleme nach wie vor beim Veröffentlichen selbst und neu auch bei dem nicht immer eindeutigen Honorar. Positiv hervorzuheben sind die Bedienung, die Möglichkeit eines vorzeitigen Downloads des Buches, die Tatsache, dass vor allem die Bezahlung und die Verbreitung der Daten an die Vertriebskanäle funktionieren und selbst die Trenddaten eine recht hohe Trefferquote haben.

 

Nachtrag:

Planmäßig wird es den nächsten Beitrag am 23.09.17 geben. Thema wird unter anderem die Preisaktionen sein.