Dieser Text schließt an meine vorherigen Erfahrungen an und setzt sich mit den Neuerungen auseinander, die in den ersten zwölf Monaten erkennbar geworden sind. Dies ist der finale Beitrag meiner Erfahrungsreihe und weißt eine vollständige Pro-/Contraliste am Ende auf.

Seit einiger Zeit steht bei den Contrapunkten zu BookRix ein unsicheres Preisaktionen nicht möglich in der Liste, das ich hiermit als nichtig erkläre. Im Mai 2017 habe ich ohne irgendwelche Probleme eine vorübergehende Preissenkung einrichten können. Dazu musste das Buch zwar zur Bearbeitung freigeschaltet werden, das ging jedoch sehr schnell im Sinne von am nächsten Tag konnte ich die Änderung vornehmen.

 

Ebenfalls gute Erfahrungen konnte ich mit dem Support machen. Bei meinem zweiten Buch ließ sich die umgewandelte Word-Datei nicht abspeichern, woraufhin ich das Support-Team kontaktierte, das mir keine drei Stunden später bereits geantwortet hatte. – Das Problem lag im Übrigen bei einzelnen Kommentaren, die ich in der Originaldatei noch nicht gelöscht hatte, was das Speichern verhinderte. Seitenumbrüche kann der Editor also bewältigen, Kommentare nicht. Und nein, ich sehe das nicht als einen Negativpunkt an, da die in einer veröffentlichungsbereiten Datei sowieso nichts zu suchen haben.

Damit komme ich zum Abschluss dieser Beitragsreihe. Die aktuelle Pro-/Contraliste könnt ihr unten sehen. Erneut: Die Gewichtung der einzelnen Punkte entspringt meinen persönlichen Erwartungen und muss nicht zwangsweise auf die eines jeden anderen Selbstverlegers zutreffen.

Wie auch in der untenstehenden Liste erkennbar, sind zwei der größten Mankos BookRix' die schlechte Planbarkeit der Publikation selbst. Damit meine ich speziell, dass es – meines Wissens nach – noch immer nicht möglich ist, sein Buch entweder zum Vorverkauf anzubieten oder einfach nur bereits vorab zur Kontrolle zu schicken und an die Händler zu vermitteln, es aber erst ab einem bestimmten Datum käuflich zu machen.

Sollte man keinen großartigen Plan für die Veröffentlichung haben oder praktisch erst am Tag der Veröffentlichung wissen, wann der sein wird, ist das freilich kein Problem. Speziell bei meinem zweiten Buch bemühe ich mich aber um ein wenig Vorab-Marketing, und wenn man da seinen Lesern lediglich mitteilen kann, wann man das Buch zur Prüfung freigibt und nicht, wann es jetzt genau erhältlich sein wird, ist das ärgerlich.

Das Übertragen des Dokuments in den Editor funktioniert zwar überwiegend sehr gut, es werden aber offenbar zufällig einzelne Zeichen, teilweise auch ganze Wörter verschluckt. Ich würde den Autoren, die ihre Bücher über BookRix anbieten, dringend dazu raten, sie sich vorher noch einmal runterzuladen (dazu unten etwas mehr) und sie sich noch einmal durchzulesen. Die Fehler kann man manuell problemlos beheben.

Auf die Dauer ärgerlicher ist ein anderes Problem, von dem ich mir nicht ganz sicher bin, ob es tatsächlich bei BookRix liegt oder bei den Händlern. Bei diesen – und zwar bei allen, die ich mir angesehen habe – verändert sich das Veröffentlichungsdatum immer wieder mal, wird aktueller. Das Datum bei BookRix selbst ist korrekt und ich habe wie gesagt keine Ahnung, wo oder bei wem hier das Problem liegt, zumal sämtliche anderen Daten korrekt übernommen werden.

Um ehrlich zu sein – das war’s mit den negativsten Punkten. Es gibt, wie unten erkennbar sein sollte, kleinere Abzüge bei einzelnen Teilgebieten, aber nach dem ersten Hochladen eines Buches hat man den Dreh raus, und selbst dieses erste Mal gestaltet sich überwiegend einfach.

Als größten Pluspunkt möchte ich den Support anmerken, mit dem ich letzten Monat (September 2017) hervorragende Erfahrungen gemacht habe. Selbst wenn man also mal irgendwo im Prozess des Hochladens stecken bleibt, kann man Kontakt aufnehmen und seine Probleme beheben.

Weiterhin empfinde ich die Trenddaten als ausgesprochen nützlich, da diese nach wie vor überwiegend akkurat sind und ein recht genaues Bild von den finalen Verkaufszahlen geben.

 

Zuletzt noch: Man kann sich das eigene Buch noch vor der Veröffentlichung ins epub- und mobi-Format umwandeln lassen, was beispielweise das letzte Drüberlesen deutlich angenehmer macht, sollte man einen E-Reader besitzen.

Die abschließende Frage, ob ich BookRix letztlich als Distributor für E-Books empfehlen kann, kann ich mit Ja beantworten. Nicht dass ich bereits andere ausprobiert hätte – vielleicht mache ich das in einigen Jahren, aber vorerst bin ich mit BookRix überwiegend zufrieden. Es handelt sich nicht um einen vollkommen von Problemen freien Anbieter, aber es sind keine, mit denen ich persönlich nicht klarkommen würde. (Wenn es auch schön wäre, würden sie behoben werden.)


Finale Kritik- und Lobübersicht

Das ist die (sehr wahrscheinlich) aktuelle Version meiner Pros und Contras für/gegen BookRix. Zuoberst werden die Dinge genannt, die mir am negativsten aufgefallen sind. Je weiter unten sie stehen, desto weniger fallen sie ins Gewicht. Absätze mit einem größeren Einzug haben weniger Relevanz als solche ohne einen. Die positivsten Aspekte werden zuletzt genannt und die ersten Pluspunkte sind die, die für mich am wenigsten wichtig sind.

 

- Der Tag der Veröffentlichung lässt sich nicht festlegen, sodass ein voraussehendes Planen wenn nicht unmöglich, dann doch sehr erschwert wird.

- Es gibt erst bei der anschließenden, per E-Mail erhaltenen Kontrollbestätigung einen Hinweis darauf, dass man noch Anschrift/Konto angeben muss und wo diese zu finden sind. Eine automatische Warnung wäre angemessen gewesen.

- Ein Vorverkauf ist meines Wissens nach nicht möglich.

- Das ausstehende Honorar und wann wie viel davon ausgezahlt wird ist etwas konfus. Aufgrund der zeitlichen Differenz zwischen dem Hinzufügen der bestätigen Verkaufszahlen und dem tatsächlichen Überweisen des daraus resultierenden Honorars ist die Darstellung immer dann am übersichtlichsten, wenn gerade etwas überwiesen wurde.

- Das Erscheinungsdatum des Buches wird von den Shops nach Ende des Erscheinungsmonats auf den letzten Tag von ebendiesem herabgesetzt – beispielweise wird der neunzehnte September zum dreißigsten September. Ähnliches hat sich am Jahresanfang getan.

- Beim Übertragen eines Word-Dokuments werden einige Zeichen verschluckt und ‚‘ ändern manchmal ihre Formatierung, was einen finalen Kontrollgang dringend nötig macht.

- Kleinere Abzüge gibt es in puncto Einfachheit beim Cover. Durch die Vielzahl an Möglichkeiten, die teilweise ähnlich benannt sind, kann es zu Verwirrungen kommen – die sich aber nach einigen Minuten aufklären lassen.

- Die graphische Darstellung der Trenddaten kennt keinen Wert null, was auf den ersten Blick mehr Verkäufe zu bestätigen scheint, als tatsächlich existieren.

+ Der Verkauf des Buches geht ausgesprochen einfach und ist wohl gerade dann, wenn man mehrere Romane im Angebot hat und regelmäßig welche hinzukommen, gut zu handhaben.

+ Die neuen Vertriebswege (seit Dezember 2016) funktionieren.

+ Die Freigabe der Bearbeitung des Buches (beispielweise Inhalt, Cover, Vertriebskanäle) funktioniert innerhalb weniger Stunden.

+ Preisaktionen sind nach der freigeschalteten Bearbeitung des Buches leicht einzurichten und werden problemlos an die Händler übermittelt.

+ Die Überweisungen des Honorars funktionieren und werden innerhalb des angegebenen Zeitrahmens getätigt.

+ Die Überprüfung der Formalien und Weiterleitung der Daten an die Händler geschieht innerhalb weniger Tage – in meinem Fall innerhalb von achtundvierzig Stunden.

+ Die vorläufigen Verkaufszahlen sind recht sicher – zumindest den paar Stichproben nach zu urteilen, die mir bisher zur Verfügung stehen.

+ Das Autorendashboard ist übersichtlich und leicht zu bedienen.

+ Die Bedienung ist insgesamt recht einfach. Ein Buch zu erstellen, den Inhalt zu bearbeiten und die Angaben zum Buch zu ergänzen ist schnell getan, buggt nicht und ist ausgesprochen übersichtlich gehalten.

+ Die Daten des Buches (beispielweise der Titel und der Untertitel) werden bis auf die oben genannte Ausnahme des Erscheinungsdatums von den Händlern korrekt übernommen.

+ Der Download des Buches als ePub und Mobi ist bereits vor dem Verkauf möglich, sodass man sich ansehen kann, wo genau es noch Probleme gibt und wie es letztlich angezeigt wird.

+ Am Support gibt es nichts zu meckern – er reagiert schnell und kommuniziert nicht nur mittels vorgefertigter Standard-Mails.