Kurzfassung: "Pharos: Die Unwandelbaren" von Laura Labas (13. RW)

Reyna ist eine Pharos – sie kann ihre Seele von ihrem Körper lösen und sie an die eines beliebigen Tieres heften. Diese Gabe hält sie jedoch geheim. Elf Monate, nachdem ihr Freund verschwunden ist, findet sie die Leiche ihrer Direktorin. Ein Mörder ist in der Stadt – und die Morde scheinen ebenso eine Verbindung zu ihr wie auch zu ihrer Gabe zu haben.

Einen Stern Abzug gibt es für das nicht vorhandene Korrektorat. Die Fehler beginnen bei einzelnen Rechtschreibfehlern und erstrecken sich über weite Teile der Grammatik, darunter Beistriche, Groß-/Kleinschreibung, das-/dass-Schreibung.

 

Handlungen werden etwas sprunghaft beschrieben, Umgebungen ausreichend, Gefühle hingegen eher spärlich. Oftmals reagieren die Charaktere aus nicht nachvollziehbaren Gründen oder haben ihre Launen, die sich nicht erklären lassen. Am auffälligsten sind am Stil jedoch die Blüten, die er treibt, und die eine erstaunlich hohe Dichte bis zu dem Punkt aufweisen, an dem ich sie zu einem der größten Probleme von „Pharos“ ansehe. Hinzu kommen kleinere Miseren – GEBRÜLLE, Füllwörter und Wortwiederholungen, um drei davon zu nennen.

 

Die Auflösung des Kriminalfalls konnte ich (als unerfahrene Krimileserin) nicht vorhersehen und auch abseits der Morde hatten es die letzten fünfzig Seiten in sich. Davor gab es einige Kontinuitätsfehler und direkte Widersprüche, aber keine größeren Ungereimtheiten.

 

Die Protagonistin, die dank der gewählten Erzählperspektive der ersten Person auch gleichzeitig die Erzählerin ist, handelt dumm, unreif und egoistisch. Regelmäßig manövriert sie sich in furchtbar einfach zu vermeidende Problemsituationen, die in erster Linie dem Zweck dienen, den Plot vorwärts zu bringen, und bei denen man sich nur noch an die Stirn fassen möchte. Sie ist der zweite größte Kritikpunkt an „Phaors“.

Der Antagonist – ich meine hier den Mörder; die Gestaltwandler werden nur angerissen und werden wohl im zweiten Band näher beleuchtet werden – ist nicht aufwändig gestaltet, sondern mit dem Wort „Verrückter“ zu beschreiben. Es wurde keine Energie darauf verwendet, ihn irgendwie dreidimensionaler zu gestalten.

 

Die Ideen, die dem Roman zugrundeliegen und speziell am Ende nochmal hervorstechen, sind bemerkenswert und haben mich kurz überlegen lassen, ob ich mir Reyna samt Stilblüten nicht doch noch einen weiteren Band lang antue, um zu sehen, wie die Welt und die Dynamik aus dem Dreiergespann Pharos – Gestaltwandler – Menschen weiterentwickelt wird, und wohl auch wegen Leith.

 

Die negativen Seiten überwiegen jedoch, sodass ich die Reihe an der Stelle abbreche. Die Ideen mögen interessant sein und die Handlung soweit gut durchdacht, aber die Erzählerin und der Schreibstil strapazieren meine Nerven zu sehr, als dass ich mir nochmal dreihundert Seiten davon antun möchte.

Details zum Roman:

Titel: Pharos: Die Unwandelbaren

Autor: Laura Labas

Veröffentlicht über: CreateSpace Independent Publishing Platform

Erscheinungsjahr: 2015 (2. Aktualisierte Ausgabe)

ISBN: 9781502410801

Genre: Fantasy/Krimi

Preis: 12,99€ (s. Datum)

Seiten: 434

Reihe: ja, Band 1 von 5 (s. Datum)

Bewertung: 2 von 5 Sternen (s. Datum)

Stand: 16.07.2017

 

 

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