Kurzfassung: "Die Gaben der Quelle: Erweckt" von Cea Oskolm (19. RW)

Salis ist auch ein Jahr nach der Inkognitoreise noch dem Kanzler verpflichtet, und auch nach einem Jahr noch ist die Königin nicht gewillt, sich in das ihr vorgeschriebene Leben zu fügen. Sich auf ihre Seite schlagend ahnt er nicht, dass sein Leben bald eine rapide Wende nehmen wird.

 

 

Ich ziehe einen Stern für das schlecht umgesetzte Korrektorat ab, das sich hauptsächlich auf Beistrichfehler bezieht. Einige Beispiele dieser finden sich in der Mammutversion dieser Rezension, die unten verlinkt ist.

Der Schreibstil zieht in die Geschichte und lässt sich relativ flüssig lesen; die Beistrich-Manie aus dem ersten Band hat sich außerdem etwas gemildert. Größtes Problem ist, dass den einzelnen Szenen jedes Gewicht fehlt. Salis sieht zum ersten Mal in seinem Leben einen echten Drachen? Wirkt wie nichts Besonderes. Das zieht sich durch die meisten Szenen, was ausgesprochen schade ist, da die meisten Szenen was zu bieten hätten.

 

Die Handlung tröpfelt während der ersten zwei Akte vor sich hin und erst ab etwa 150 Seiten vor dem Ende passiert etwas, das ich ohne Eselsbrücken oder Notizen im Gedächtnis behalten kann. Der Klappentext ist nicht umsonst so vage gehalten. Hinzu kommen einige Plotlücken, die ich mir nicht habe erklären können.

 

Jean ist mir komplett unsympathisch geworden und während Salis auch nicht ungeschoren davongekommen ist, ist er als Protagonist noch immer in Ordnung. Aileya hat Potenzial, sich zu meinem neuen Lieblingscharakter zu entwickeln – der war in diesem Buch aber definitiv Sundris. Antagonisten gab es in dem Sinne keine; man könnte wohl Brackal nennen, aber ich sehe ehrlich gesagt nicht, dass seine Figur im Fokus von irgendetwas steht.

 

Die Welt an sich ist nach wie vor interessant, aber der Wow-Faktor ist ihr größtenteils abhandengekommen. Dennoch gibt es ein paar nette Kleinigkeiten – die Interpretation der Auren, beispielsweise.

 

 

Alles in allem hat mich der zweite Teil enttäuscht; er hat vieles schlechter umgesetzt als der erste Band. Gleichzeitig hat er es geschafft, dass ich wissen möchte, wie es weitergeht, und ich durchaus noch Hoffnung habe, einzelne Kritikpunkte würden im nächsten Roman verschwinden. Kurzum – ich hoffe aufs Second-Book-Syndrome, dann wird der letzte (?) Band nämlich wieder sehr unterhaltsam werden.

Details zum Roman:

Titel: Die Gaben der Quelle: Erweckt

Autor: Cea Oskolm

Veröffentlicht über: Books on Demand

Erscheinungsjahr: 2017

ISBN: 978-3-7460-1527-9

Genre: Science-Fantasy

Preis: 14,40€ (s. Datum)

Seiten: 401

Reihe: ja, Band 1 von 3 (s. Datum)

Bewertung: 1,5 von 5 Sternen (s. Datum)

Stand: 21.04.2018

 

 

 

Hier geht’s zur Mammutversion (ab 31.05.)