Kurzfassung: Die Herrschaft der Xarquen (Lisa-Marie Reuter) | 27. RW

Geringfügige Spoiler
Geringfügige Spoiler

Pongo wird aufgrund eines fremdverschuldeten Vorfalls zum Staatsfeind erklärt und über Nacht aus seinem geordneten Leben gerissen. Mit einer Dieben an seiner Seite und mehreren feindlichen Gruppierungen im Nacken hetzt er durchs Land, noch nicht ahnend, dass das Diebesgut seiner Begleiterin weitreichende Konsequenzen haben wird.

 

 

 

Eher schlecht als recht wird die Geschichte erzählt. Die Umgebungen werden marginal abgehandelt, die Emotionen der Charaktere kommen kaum bis nicht beim Leser an. Das liegt teilweise an zu großer Hast während wichtiger Schlüsselszenen, teilweise an den Charakteren selbst. Hinzu kommt, dass sich die Erzählstimmen der vielen POV-Charaktere nicht unterscheiden, wohingegen sich ihre direkten Reden durchaus auseinanderhalten lassen.

 

Die Handlung folgt altbekannten Pfaden, auch wenn sie mehrere miteinander verknüpft. Die Auflösung empfinde ich als sehr kitschig und nicht zu Ende gedacht. Hinzu kommen kleinere Probleme mit der Logik, die sicher aber im Rahmen halten.

 

 

 

Abgesehen von Pongo könnte ich keinem Charaktere auch nur drei Eigenschaften zuordnen, und selbst Pongo sehe ich nicht als gelungenen Charakter an. Den Antagonisten mangelt es ebenfalls an allen Ecken und Enden an Nuancierung, und abgesehen von Todesklau konnte ich auch den Nebencharakteren nur wenig abgewinnen.

 

 

 

Mit Abstand am enttäuschendsten war die Welt, die sich mit vier Wörtern beschreiben lässt: Nicht zu Ende gedacht. Es werden mindestens zwei Dutzend Völker/Spezies eingeführt. Sechs davon werden etwas genauer erläutert, und selbst hier wirkt das Wissen, das man serviert bekommt, nicht tiefer als ein Bluterguss.

 

 

 

Kurzum kann ich den Roman nicht weiterempfehlen, da ich ihm fast nichts abgewinnen kann. Die Charaktere sind flach, die Handlung ist es ebenfalls, und die Welt besteht aus Ansätzen, die selten noch einmal aufgegriffen und nie zu Ende gedacht werden. Die Prosa ist auch nichts Besonderes, also gibt es abgesehen von Todesklau und zwei oder drei Witzen nichts zu holen.

 

Details zum Roman:

 

Titel: Die Herrschaft der Xarquen

 

Autor: Lisa-Marie Reuter

 

Veröffentlicht über: Epubli

 

Erscheinungsjahr: 2016

 

ISBN: 978-3-7418-3897-2

 

Genre: High-Fantasy

 

Preis: 15,99€ (s. Datum)

 

Seiten: 600

 

Reihe: nein (s. Datum)

 

Bewertung: 2 von 5 Sternen (s. Datum)

 

Stand: 18.04.2019

 

 

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