Regalbrett des Ruhms: Beste Bücher 2017

Dieses Jahr habe ich insgesamt einunddreißig Bücher gelesen – im Vergleich zum letzten Jahr sind das sechs mehr. Ein paar von denen waren reine Pflichtlektüre und meistens auch entsprechend kurz, ich bin aber trotzdem glücklich über diese Steigerung. Trotz der größeren Auswahl gab es dieses Jahr kein Fünf-Sterne-Buch, daher keine unbedingte Empfehlungen, sondern lediglich meine fünf besten Bücher des Jahres.


Platz fünf: „Ahren: Der dreizehnte Paladin“ von Torsten Weitze

Da ich meine Gründe für dieses Buch bereits bei den Sternenjägern dargelegt habe, gibt es hier die Kurzfassung: Aufgrund der Grammatikfehler gibt es einen Stern Abzug, aber was mich überzeugt hat, sind – in absteigender Reihenfolge – die Charaktere, der Weltenbau und der Schreibstil.

 

Rezension: Kurzfassung // Mammutversion


Platz vier: „Die Ernennung: Der dreizehnte Paladin“ von Torsten Weitze

Was soll ich machen, so viele gute Bücher habe ich dieses Jahr nicht gelesen, auch bei den Verlagen nicht. Band zwei der Paladin-Reihe ist deswegen höher gelistet, weil sich im Vergleich zum ersten Band der Weltenbau noch einmal verbessert hat, während alles andere gleich gut (beziehungsweise, im Bezug auf die Grammatik, gleich schlecht) geblieben ist.

 

Rezension: Kurzfassung // Mammutversion


Platz drei: „Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“ von J.R.R. Tolkien

Wie gesagt, sehr gute Ausbeute gab es dieses Jahr eher weniger, aber ich schäme mich sicher nicht, den zweiten Teil der Herr-der-Ringe-Reihe auf der Liste stehen zu haben. Er ist, meiner Meinung nach, der beste Teil der Trilogie. Was ich an ihm bedeutend mehr mochte als an den beiden anderen, sind vor allem die Charaktere. Frodo scheint plötzlich ein Gehirn gefunden zu haben und gerechtfertigterweise Verantwortung zu übernehmen, und die Beziehung zwischen Legolas und Gimli ist wesentlich besser ausgearbeitet. Generell habe ich eine bessere Bindung zu den Charakteren gespürt und konnte die Geschichte deutlich besser genießen als in jedem der anderen beiden Bücher.

 

Rezension: „Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“


Platz zwei: „Wonderbook“ von Jeff VanderMeer

Bei diesem Buch handelt es sich um einen Schreibratgeber für Phantastik-Autoren (Fantasy, Science-Fiction, Horror), und obwohl einiges dabei war, das ich bereits gekannt habe oder als für mich nicht brauchbar kenne, gab es doch noch einige Anreize, die mich inspiriert haben und mir wohl auch noch weiterhelfen werden. Außerdem ist das Buch schön illustriert und hat eine sehr liberale Einstellung. Es gibt kaum Momente im Stile von „entweder so oder gar nicht“, und wenn das doch einmal vorkommt, ist es meistens begründet. Sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene hilfreich, und damit verdienter zweiter Platz meiner Bestenliste 2017.

 

Rezension: „Wonderbook“


Platz eins: „Die Königin der Schatten“ von Erika Johansen

Ebenfalls „nur“ vier Sterne, und obwohl ich gerne etwas noch Besseres als Jahreshighlight gehabt hätte, ist es doch ein recht verdienter erster Platz. Das Besondere an diesem Fantasyroman ist, dass er mich – trotz Müdigkeit – in die Geschichte schnell reinziehen und auch in ihr halten konnte. Obwohl ich nicht wirklich behaupten kann, es wäre über lange Strecken besonders spannend gewesen, habe ich mich doch zu der Geschichte hingezogen gefühlt und mich in ihr vertieft – etwas, das ich zu diesem Zeitpunkt schon etwas länger nicht mehr erlebt hatte.

Inhaltlich ist es eine solide Geschichte, der Weltenbau ist noch lückenhaft, bisher aber interessant, und obwohl ich mit den Charakteren ein oder zwei Problemchen hatte, sind sie insgesamt ausgeglichen. Ich bin gespannt, was der zweite Band bringen wird, zumal in ihm die zugegebenermaßen unwahrscheinliche Welt erklärt werden soll.

 

Rezension: „Die Königin der Schatten“