Hier fasse ich kurz zusammen, was für mich die verschiedenen Sterne-Wertungen bedeuten, welche Durchschnittswertung die Romane mindestens erreichen sollten und welche Bücher ich miteinbeziehe.

 

1. Die Sterne

     Die negativen Aspekte des Werkes überwiegen die positiven so sehr, dass letztere kaum mehr nennenswert sind. Der Roman hat auf beinahe allen denkbaren Ebenen versagt – nicht empfehlenswert. Wird von mir nur dann vergeben, wenn ich ein Buch als wirklich sehr schlecht empfinde.

☆☆   Das Werk hinterlässt einen unangenehmen Nachgeschmack, hat aber neben den Aspekten, bei denen etwas schiefgelaufen ist, auch einiges richtig gemacht. Insgesamt besitzt es Potenzial, hat aber noch viel Luft nach oben, ist also bedingt empfehlenswert. Unterer Durchschnitt.

☆☆☆      Der Eindruck eines solchen Werkes ist gemischt. Die Dinge, die mir missfallen haben, sind etwa gleichwertig mit denen, die mir gefallen haben; es ist empfehlenswert. Durchschnitt.

☆☆☆☆   Hier überwiegen die positiven Aspekte, aber es gibt noch einige Kritikpunkte. Sehr empfehlenswert: Oberer Durchschnitt.

☆☆☆☆☆    Vermutlich gibt es ein paar weniger gute Punkte und vielleicht sind mir diese auch aufgefallen, insgesamt aber empfinde ich den Roman als absolut empfehlenswert. Vergebe ich nur dann, wenn ich ein Buch als herausragend und beeindruckend empfinde.

 

Für Reihen: Den Folgeband zu einem Roman kaufe ich mir, wenn der Vorgänger vier oder fünf Sterne bekommen hat. Zwar kann ich nicht ausschließen, dass es da nicht eine Ausnahme geben wird, aber so viel sei prinzipiell gesagt – und natürlich sollte auch erwähnt werden, dass ich bei Reihen leicht den Faden verliere und ich sie deswegen oft nicht zu Ende lese.

 

2. Angestrebte Wertung

Minimum    Um guten Gewissens sagen zu können, dass die Romane von Selbstverlegern zumindest durchschnittlich sind, ist ein Durchschnitt von 3,00 Sternen nötig. Das beruht auf der Gauß’schen Glockenkurve, nach der die meisten Werke durchschnittlich sind, etwas weniger sind leicht über- oder unterdurchschnittlich und die wenigsten sehr gut oder sehr schlecht.

Maximum    Mindestens gleich dem Wert, der bei den Verlagsbüchern angegeben ist. Dieser kann sich im Laufe der Zeit verändern.

 

3. Auswahlkriterien für selbstverlegte Bücher

Prinzipiell werde ich hier – ebenso wie bei Verlagsromanen – versuchen, Werke, die mir wahrscheinlich nicht gefallen werden, erst gar nicht zu bemühen. Hierfür lese ich mir die ersten paar Seiten der Leseprobe durch und schaue mir manchmal ein paar Rezensionen an. Ein Kriterium muss stimmen – neben einem halbwegs zumutbaren Preis: der Inhalt. Dieser muss mir zusagen und das Thema muss eines sein, über das ich gerne etwas lesen würde.

Bezüglich Genre, Seitenzahl, Veröffentlichungsdatum und dergleichen gibt es keine Einschränkungen. Auch ist es irrelevant, wie viele Bücher der Autor veröffentlicht hat oder wo er sie veröffentlicht hat, solange der jeweilige Roman momentan selbstverlegt ist. Theoretisch muss es sich nicht einmal um ein E-Book handeln; in der Praxis wird es hiervon nur wenige Ausnahmen geben. Die einzige Bedingung neben dem Inhalt ist, dass es sich um einen (deutschsprachigen) Roman handelt.

Jedes Werk wird ein RW für sich bekommen, in dem die Wertung begründet ist.

 

4. Schwerpunkte der RWs

In der Kurzfassung bemühe ich mich, das, was mir gefallen hat, in möglichst wenige und dafür informationsbeladene Worte zu packen, damit ein rascher Überblick möglich ist. Am Anfang wird sich eine sehr knappe Inhaltsangabe (ohne Spoiler) finden. Sollte bei der Rezension dennoch etwas Plotrelevantes enthüllt werden, wird das in den Spoiler-Warnstufen (ideal: 0) aufscheinen.

Die Mammutversionen legen ihren Fokus nicht auf gewürzte Kürze, sondern auf begründete Argumente. Zentral ist die Frage: Was hat mir wie gut warum gefallen? Wenn ich mich über den Schreibstil auslasse, wird also nicht dastehen: „Der Schreibstil ist eine Qual“, sondern eher etwas wie: „Die kurzen, einfachen Sätze ziehen sich durch das gesamte Werk und sind der Leserfreundlichkeit etwas zu sehr entgegenkommend“. Humor wird nicht im Mittelpunkt stehen; wenn er sich einbauen lässt, ohne den Inhalt zu sehr zu verschlüsseln, werde ich ihn zur Auflockerung verwenden.

Am Anfang verliere ich jeweils ein paar Worte darüber, wie ich auf das Buch gekommen bin, was mir besonders auffällt, welche Erwartungen ich an es hatte, …, ehe ich mit dem Aspekt eines Romans, der für mich am wichtigsten ist, die Rezension beginne. Die Punkte, die für mich am wenigsten ins Gewicht fallen, finden sich entsprechend weit unten. Zum Schluss gibt es ein kurzes Fazit und eine anschließende Bewertung in Sternen.

 

5. Auswahlkriterien für Verlagsbücher

Hier gilt nur, dass es sich um einen deutschsprachigen Roman handeln muss, den ich ab dem 01.05.2016 beendet habe. Dementsprechend ist der Durchschnittswert während des Jahres 2016 sehr ungenau, wird aber nachjustiert. Die Werke können gedruckt oder digital sein.

Da ich bei Romanen prinzipiell auf (begründete, nachvollziehbare) Kritiken und Leseproben achte, um so die schlechteren zu vermeiden, und diese Kritiken oftmals bei Indie-Romanen noch nicht so zahlreich vorhanden sind wie bei Verlagsromanen, kann es sein, dass es hier eine leichte Verfälschung nach oben hin gibt – die sich meines Erachtens aber in Grenzen halten wird, da mein System nicht perfekt ist und mir oft genug Schund unterkommt.

 

Verlagsromane bekommen keine RWs.