Schreibjahr 2021: Nur so viel zur Theorie

 

… bevor auch schon die Praxis losgeht.

 

Ich gebe es zu, ich habe 2020 weder besonders viel für den Blog geschrieben – obwohl das ein explizites Ziel war –, noch habe ich furchtbar viele Wörter aufs digitale Papier gebracht, was Schreibprojekte angeht.

Dass ich schreibtechnisch wenig produktiv war, liegt vor allem daran, dass die Wellenflügel-Trilogie beendet ist – wer’s noch nicht gesehen hat, hier könnt ihr euch mein Machwerk ansehen. Der dritte Teil hatte sich bereits um ein Jahr nach hinten verlagert und ich wollte meinen Lesern möglichst schnell einen guten Abschluss für die Reihe liefern. Im Jänner ist das Ding dann rausgekommen, und jetzt ist der Zeitdruck raus.

 

Das hat dazu geführt, dass 2020 nicht furchtbar viel bei den nächsten Projekten weitergegangen ist. Hinzu kommt eine neue Situation: Ich bemühe mich darum, deutlich planvoller an die Projekte heranzugehen, bevor ich auch nur das neue Dokument erstelle. Das soll dazu führen, dass Rohfassungen direkt auf einem höheren Niveau liegen und ich mich bei der Überarbeitung auf mehr Details konzentrieren kann. – So viel zu dem neuen Projekt, das ich 2020 begonnen habe.

Der Erstentwurf eines anderen Projekts, das bereits die erste Runde Betaleser überstanden hat, befindet sich derzeit in der Überarbeitung. Da ich auch hier im Grunde die Geschichte in einer besseren Fassung erstmal planen muss, steckt dieses Projekt ebenfalls in einer Planphase fest.

 

Blöd nur, dass selbstdiszipliniert und regelmäßig an Plot und Charakteren zu arbeiten nicht so meine Sache ist. Deswegen ziehen sich beide Projekte in die Länge – und da ich bereits vor einem Jahr erkannt habe, dass das Publizieren für mich ebenso ein Hobby ist wie das Schreiben und Weltenbauen selbst, habe ich auch nicht vor, mir hier künstlich Druck zu machen. Zumal aus finanziellen Gründen die Veröffentlichung des nächsten Buches leider noch länger auf sich warten lassen wird.

 

Hier also eine kurze Übersicht, wie es um die einzelnen Projekte derzeit steht:

Projekt Yttrium: Vorbereitung für die Schreibphase der Grobüberarbeitung (bereits abgeschlossen: Rohfassung, Korrektur vor der Betaleserphase, erste Betaleserphase, Nachbearbeitung der Betaleser-Kommentare)

Projekt Distelblut: wartet auf die Vorbereitung für die Betaleserphase (bereits abgeschlossen: Rohfassung)

Projekt Tiefenreiche: Vorbereitung für die Schreibphase der Rohfassung, genauer gesagt: Plot und Charaktere (bereits abgeschlossen: grober Weltenbau)

Projekt Phönix, Projekt Glasdrache und eine Menge andere: irgendwo im Ideennirvana

 

Verglichen mit meinen vier Schreibzielen fürs Jahr 2020 habe ich also keines der Ziele erfüllt, wobei ich beim ersten Ziel (Grobüberarbeitung von Projekt Yttrium abschließen) zumindest Fortschritte gemacht habe.

 

Und da das bei mir immer so gut klappt, sind hier meine Ziele fürs Jahr 2021:

1) Vorbereitung auf die Schreibphase bei Projekt Yttrium abschließen. Soll heißen: Weltenbau, Plot und Charaktere in einem ersten groben Entwurf zusammenschreiben, damit ich die Zweitfassung planvoller angehen kann als die Rohfassung.

2) Vorbereitungen auf die Schreibphase bei Projekt Tiefenreiche abschließen. Selbes Spiel wie bei Projekt Yttrium, nur dass es hier um die Vorbereitung auf die Rohfassung geht und der Weltenbau bereits (grob zumindest) abgeschlossen ist.

3) Projekt Distelblut auf Betaleser vorbereiten. Das Ziel schreibe ich zwar hin, weil es der nächste Schritt bei diesem Projekt ist und ich auf diesen Fantasykrimi bei den ganzen Vorbereitungen auf Schreibphasen nicht vergessen will – da die nächste Phase nach dem Betalesen jedoch die Nacharbeitung und eine weitere Vorbereitung aufs Schreiben ist, von denen ich derzeit genug am Laufen habe, hat das Ziel eine eher geringe Priorität.

4) Endlich mal wieder an einem Projekt schreiben. Sei das jetzt die Zweitfassung von Yttrium oder die Rohfassung der Tiefenreiche. 2020 ist mir, abgesehen vielleicht von ein paar Kurzgeschichten oder Textschnipseln, in der Hinsicht nichts gelungen, und ich vermisse es allmählich.

 

Die Ziele sind alles andere als unrealistisch vom Zeit- und Energieaufwand her. Da es sich aber um ein Hobby handelt und meine Selbstdisziplin gering ausgeprägt ist, bleibt offen, wieviele der Ziele ich tatsächlich erreichen werde. Zumindest fürs Erste will ich aber positiv an die Sache rangehen – schaffbar sind alle vier, und es wäre wirklich schön, mal wieder an einem langen Projekt zu schreiben, nicht nur zu planen.