Sternenjäger 2018

Es ist mal wieder so weit: Die Zeit ist angebrochen, in der es gilt, sich anzusehen, was man geleistet hat, was man vermasselt hat, und was man genossen hat. Und damit gilt es auch, die besten selbstverlegten Bücher zu präsentieren, die mir 2018 unter die Nase gekommen sind.

Wie auch schon in den letzten Jahren sei angemerkt, dass ich lediglich eine geringe Zahl von SP-Büchern gelesen habe – dieses Mal waren’s 8 – und mich die meisten nicht überzeugen konnten, deswegen reicht die Sternebewertung der angeführten besten Bücher hier von 3 bis 4.

Aber das soll nicht weiter stören - hier sind meine besten SP-Bücher des Jahres!


Platz drei: „Die Schlafende Mutter: Der dreizehnte Paladin“ von Torsten Weitze

Coverrechte liegen bei Torsten Weitze. Coverbild von Petra Rudolf.
Coverrechte liegen bei Torsten Weitze. Coverbild von Petra Rudolf.

Der vierte Teil der Paladin-Reihe sitzt hauptsächlich auf diesem Treppchenplatz, weil Ahrens Welt mal wieder hervorragend herausgearbeitet wurde. Es gibt noch einige zusätzliche Qualitäten, aber am besten in Erinnerung geblieben ist mir der Weltenbau. Bekannte Fantasyvölker wie Drachen wurden genommen und zu etwas Neuem gemacht, neue Bewohner der Welt mit einer einzigartigen Lebensweise wurden eingeführt, und die Geschichte ist natürlich auch nicht ohne.

 

Kurzfassung // Mammutversion


Platz zwei: „Die Gaben der Quelle: Versiegelt“ von Cea Oskolm

Coverrechte liegen bei Cea Oskolm.
Coverrechte liegen bei Cea Oskolm.

Ja, ich bin auch stolz drauf, dass ich mal ein SP-Buch gelesen habe, das mir gefällt und das nicht von Torsten Weitze ist. Die größte Schwäche dieses Romans ist das Korrektorat, aber die Grammatikfehler ist er allemal wert. Typische Elemente altertümlicher Fantasy wie zum Beispiel Magie, Togen und eine Königin vermischen sich mit modernen Konzepten wie hochentwickelter Technik, Demokratie und ökologischem Wohnen zu Science-Fantasy, die mich für die Reihe gewonnen hat. (Über den zweiten Teil möchte ich an dieser Stelle lieber schweigen.)

 

Kurzfassung // Mammutversion


Platz eins: „Die Inseln der Klingensee: Der dreizehnte Paladin“ von Torsten Weitze

Coverrechte liegen bei Torsten Weitze. Coverbild von Petra Rudolf.
Coverrechte liegen bei Torsten Weitze. Coverbild von Petra Rudolf.

Das RW für dieses Buch wird es erst im Februar geben, aber ihm gebührt dennoch der erste Platz. Das herausragendste Merkmal der „Inseln der Klingensee“ ist nicht der Weltenbau, wie das für den vierten Teil der Reihe der Fall war, sondern der Fokus auf die emotionalen Aspekte von Ahrens Aufgabe: Dass es nicht nur darum geht, die zwölf Paladine zu finden und zu überreden, gegen Ihn, der zwingt zu kämpfen, sondern auch, ihre Trauma aufzuarbeiten, die Jahrhunderte des Krieges unweigerlich nach sich ziehen.

 

Ich bin sehr gespannt, was die restliche Reihe noch zu bieten hat, denn offenbar kann das mehr als „nur“ sehr gut gelungener Weltenbau sein.