7. Minute: Vorstellung des neuesten Mitglieds im Verein unüberarbeiteter Rohfassungen

Wie der keineswegs zu lange Titel bereits vermuten lässt, habe ich es jüngst geschafft, eine weitere Rohfassung zu beenden – genauer: während meines internetlosen Urlaubs in Kroatien, wo die letzten tausend Wörter hinzugefügt wurden. Seit ich diese Webseite habe, ist das der erste In-spe-Roman, der es zu diesem Status schafft, also bin ich mir noch nicht sicher, wie ich diesen Übergang genau nach außen hin präsentieren möchte – ich denke aber, mit einer Vorstellung kann man prinzipiell nichts falsch machen.

Die ersten Wörter meiner neuesten Rohfassung A.p.
Die ersten Wörter meiner neuesten Rohfassung A.p.

Eine kurze Schöpfungsgeschichte A.p.s

Ja, das Ding hat noch immer keinen vernünftigen Arbeitstitel, aber ich arbeite daran. Irgendwann mal sicher. Um aufs Thema zurückzukommen: So kurz war die Schöpfungsgeschichte gar nicht.

Wie ich im Monatsrückblick Juli 2017 geschrieben hatte, hatte ich A.p. im Juli 2016 erstellt und die ersten paar tausend Wörter gespendet. Seitdem ist etwas mehr als ein Jahr vergangen, in dem ich mit teils großen Unterbrechungen an der Rohfassung gearbeitet habe. Besonders ein Dorn im Auge sind mir die langen, langen Arbeitspausen, denn von den über zwölf Monaten, an denen ich an A.p. gesessen bin, ist in mindestens sechs davon kein Wort dazugekommen. Nichts. Reiner Leerlauf.

Besonders im Kontrast zu der Wellenflügel-Reihe, die ich in insgesamt neun Monaten fertig geschrieben hatte (dreimal 80.000 Wörter, um es kurz zu machen), bin ich von dieser Entwicklung nicht sehr begeistert. Es stimmt, ich habe weniger Zeit zum Schreiben, aber genau dieses ewig lange Ziehen eines Typoskripts ist der Anlass für meine Schreibwochenbucheinträge gewesen.

 

Ich würde gerne mehr als einen Roman pro Jahr schreiben – zwei sind so das, was ich anstrebe. Im Idealfall einer, der zu A.p. gehört, und ein eigenständiger, nach Möglichkeit ein Einzelband, damit ich euch mit etwas Lesestoff versorgen kann, während ich mein Mammutprojekt stemme. Apropos Mammutprojekt:

Worum geht’s jetzt eigentlich in diesen zwei Buchstaben?

 

Um ehrlich zu sein, ich zögere noch immer damit, euch diese Informationen zu geben, aber nachdem ich euch seit spätestens Februar in unregelmäßigen Abständen mit dem Ding belästigt habe, schätze ich mal, dass ich es euch irgendwie schulde. Der Grund meines Zögerns liegt im Übrigen weniger im möglichen Ideenklau und mehr darin, dass das eben nur der Auftakt einer möglicherweise langen Reihe wird, von der ich mir nicht sicher bin, ob ich sie fertig schreiben werde. Geplant ist es, ja, aber ich plane viel, wenn der Tag lang ist – und wenn die Reihe nicht fertig wird, wird auch A.p. nicht veröffentlicht. Betrachtet euch also als gewarnt.

Die Welt ist eine andere als die aus der „Wellenflügel“-Reihe – eine ihrer Besonderheiten ist, dass sich ihre Landmassen fast ausschließlich in den tropischen sowie subtropischen Klimazonen befinden, außer an den Polen, und in den übrigen lediglich vereinzelte Inseln rumliegen.

Bevölkert ist diese Welt von vier Spezies, die vier unterschiedliche Gegenden des Planeten bewohnen und deren Namen noch nicht in Stein gemeißelt sind, weswegen ich sie hier ohne nähere Bezeichnung aufzähle: eine Spezies lebt auf den Kontinenten um den Äquator herum, eine auf Schiffen und an den Polen, eine tief im Ozean und eine auf fliegenden Inseln, die über die gesamte Welt wandern. Die Protagonisten stammen aus zwei der Spezies: Reol ist ein Vertreter derjenigen, die in den Weltmeeren leben, und Seyra lebt auf dem größten Kontinent.

Die meisten der Spezies haben an irgendwelchen Orten Berührungspunkte mit den anderen, und da sie sich nun mal eine Welt teilen müssen und sich nicht ständig in den Haaren liegen wollen, treffen sich die Oberhäupter aller vier alle paar Jahre nahe der Roten Stadt, die auch Seyras Heimat ist.

Kurz vor dem Treffen stürzt eine der fliegenden Inseln jedoch aus dem Himmel und trifft dabei mehrere Schiffe der, die auf Wellen und Eis leben, woraufhin die beiden Parteien sich gegenseitig Vorwürfe machen. Während der Versammlung bemühen sich die Anwesenden, den drohenden Konflikt abzuwenden, aber ohne Erfolg. Das Treffen löst sich schneller auf als geplant und anscheinend steht ein Krieg vor der Tür.

Am Rande der aufziehenden Auseinandersetzung stehen die beiden Protagonisten, jeder mit seinem eigenen Leben beschäftigt, und geraten in den Konflikt, ohne es wirklich zu merken.

 

(Und jetzt wisst ihr, weswegen ich den Inhalt meistens erst dann zusammenfasse, wenn ich bereits einen kompakten Klappentext habe.)

Was steht als Nächstes auf dem Programm?

Für euch weiterhin die Veröffentlichung von „Wellenflügel“ Nummer zwei sowie monatlicher Rezensionen auf diesem Blog, für mich ein großer Brocken Arbeit. Das gerade genannte Buch ist nämlich noch nicht komplett fertig überarbeitet, was ich aber in der zweiten Septemberhälfte ändern werde.

Danach wird meine Zeit wieder ordentlich beschnitten werden, was insofern unschön ist, als dass zwei bis drei Punkte anstehen, die ich abzuarbeiten habe. Zunächst bedarf „Yttrium“ noch einer gröbsten Vorüberarbeitung, bevor ich in die Weiten des Internets ziehe und mir ein paar Betaleser suche, die das Ding wahrscheinlich bitter nötig haben wird. – Sollte einer von euch Interesse daran haben, kommt ihr hier zu etwas näheren Informationen über den Roman und kann mir hier gerne über meine E-Mail-Adresse oder über das Kontaktformular einen entsprechenden Hinweis hinterlassen.

Da ich ab Neujahr mit der Überarbeitung von „Wellenflügel“ Nummer drei beschäftigt sein werde, werde ich auch für den wohl in den nächsten paar Wochen ein paar Betaleser suchen (erneut: hier bitte mit E-Mail-Adresse melden, solltet ihr Interesse daran haben!).

Und zuletzt steht natürlich noch mein neuestes Schreibprojekt an, E.r., das aber noch etwas wird warten müssen. „Yttrium“ hat Vorrang, bis ich die Vorüberarbeitung beendet habe oder „Wellenflügel“ drei ansteht. Da bei E.r. erst etwas mehr als 1.000 Wörter geschrieben sind und wieder um die 90.000 geplant sind, wird das wohl auch noch eine Weile dauern.

 

 

Ich hoffe, ihr konntet euch aus dem Geschreibe hier etwas mitnehmen. Demnächst sollte dann ein Betaleser-Gesuch für „Wellenflügel“ drei online kommen, und irgendwann bis Ende 2017 dann hoffentlich auch für „Yttrium“.


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